alter und pflege

Kerstin Goebel

Aufgrund der demografischen Entwicklung unserer Gesellschaft werden in den nächsten Jahren Zehntausende von Menschen gebraucht, die den Beruf des Altenpflegers erlernen und ausüben. Die Pflege alter und kranker Menschen ist nicht einfach ein Job. Viele Altenpfleger empfinden die Arbeit als Berufung, auch wenn sie an vielen Orten unter schlechten Arbeitsbedingungen, geringer Bezahlung und mangelnder gesellschaftlicher Anerkennung leiden.

Ich möchte heute eine Auszubildende vorstellen, Frau Kerstin Goebel, die sich mit 48 Jahren, nach vielen erfolgreichen Berufsjahren als Grafikerin, dafür entschieden hat, eine dreijährige Ausbildung zur Altenpflegerin in der Tagespflege im Haus am Kanal zu absolvieren.

Frau Göbel, was veranlasste Sie, mit 48 Jahren noch einmal einen neuen Berufsweg einzuschlagen?

Ich wollte meine Arbeitszeit sinnvoll verwenden, mit anderen Menschen in Kontakt kommen und meine besonderen Fähigkeiten in meine Tätigkeit einfließen lassen: Einfühlungsvermögen und Geduld. Daher habe ich schon vor einigen Jahren eine Schulung als Pflegeassistentin gemacht und begonnen, als Aushilfe in einem Pflegeheim zu arbeiten: Die Arbeitsbedingungen dort waren aber furchtbar, ich hatte gar keine Zeit mich den Bewohnern zu widmen. Anfang letzten Jahres bin ich dann auf die Internetseite von Alter und Pflege e.V. gestoßen. Dort war die Rede von individueller Pflege und Respekt vor der Persönlichkeit der Betreuten. Das hat mich neugierig gemacht, und ich habe in der Tagespflege im Haus am Kanal ein Praktikum gemacht. Davon war ich schließlich so begeistert, dass ich mich danach dort um einen Ausbildungsplatz beworben habe. Die Ausbildung findet ja zum Teil im Betrieb und zum Teil in der Berufsschule für Gesundheitsberufe statt.

Ist es komisch für Sie, zwischen Mitschülern zu sitzen, die teilweise 30 Jahre jünger sind als Sie?

Nein, gar nicht. Ich wurde gleich freundlich aufgenommen, einige Mitschüler hatten anfangs Hemmungen mich zu duzen, mittlerweile bin ich aber eine normale Mitschülerin. Vielleicht ein bisschen strebsamer als die meisten anderen, weil ich genau weiß, was ich will und warum ich dort sitze. Junge Menschen sind natürlich viel mehr Versuchungen und Ablenkungen ausgesetzt und müssen ihren Platz im Leben noch finden. Außerdem bringt mir der Unterricht große Freude.

Wie hat ihr privates Umfeld auf Ihre Entscheidung reagiert?

Ganz toll, vor allem mein Ehemann unterstützt mich sehr. Er freut sich, dass ich etwas gefunden habe, dass mir so viel Spaß bringt und ist froh, mir etwas zurückzugeben für die Jahre, in denen ich ihn in seiner Selbständigkeit unterstützt habe.

Sie haben vor einem Jahr mit der Ausbildung begonnen. Können sie schon ein kleines Fazit ziehen?

Ich bin total glücklich, dass ich diesen Weg gegangen bin. Für mich ist die Tätigkeit in der Tagespflege keine Arbeit wie ich es von früher her kenne, sondern Freude. Ich merke oft gar nicht, wie die Arbeitsstunden vergehen, ehe ich mich versehe, ist schon wieder Feierabend. Das liegt natürlich auch an meinen tollen Kollegen und Anleitern, aber vor allem an der Art des Umgangs mit den Tagespflegegästen. Ich kann mich hier mit meinen Stärken voll einbringen, habe genügend Zeit, auf die Persönlichkeit der Gäste einzugehen, sie mit ihren Stärken und Schwächen kennenzulernen, Pflegeprobleme zu lösen und Zuwendung zu geben, wo es not tut.

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